Gesättigt oder ungesättigt -
Wie war das noch mit den Fettsäuren? |
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Ausgesuchte Rohstoffe für gute Öle: Früchte und Samen von Pflanzen Kleiner
Exkurs: Produktionsbiologie Es ist schon
ein Phänomen: Ganze 4
chemische Elemente, nämlich Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff und
Stickstoff sind nötig, um das gesamte Nahrungsspektrum auf dieser Erde
aufzubauen: Kohlehydrate, Fette und Eiweiß. Und das über
einen raffinierten Prozeß, der Fotosynthese heißt: Grüne
Pflanzen und die Energie der Sonne sind der Schlüssel dazu. Grüne Pflanzen
sind nämlich in der Lage, nur mit Hilfe des Sonnenlichtes, mit Wasser und
Luft (genauer gesagt mit dem Bestandteil Kohlendioxyd der Luft) Kohlehydrate
und Fette aufzubauen. Lediglich für die Nährstoffklasse Eiweiß ist noch
Stickstoff nötig, den die Pflanzen in gelöster Form aus dem Boden holen. Alles
weitere geschieht dann über Nahrungsketten: Pflanzen
werden von den Pflanzenfressern gefuttert, Pflanzenfresser sind die
Nahrungsgrundlage der Fleischfresser. (Dabei gibt es eine ganze Reihe von
Zwischenstufen und Spezialisten) Eine
einfache Nahrungskette sieht etwa so aus: Grüne Pflanze (Kartoffel) – Schwein – Mensch Eine etwas
kompliziertere so: Grüne
Meeresalgen – Kleinkrebse – Hering – Thunfisch – Mensch Immer aber –
und daran kommt niemand vorbei – stehen grüne Pflanzen am Anfang einer
Nahrungskette und der Mensch ziemlich am Ende. |
Gesättigte, einfach, zweifach, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, essentielle Fettsäuren... ein wenig verwirrend ist das schon.Aber
eigentlich gar nicht so schwer. Fangen
wir also an: Unsere
Nahrung besteht auf ganzen 3 Nährstoffklassen: Kohlehydraten, Eiweiß und Fetten. Kohlehydrate,
Fette und Eiweiß wiederum werden von ganzen 4 Elementen gebildet:
Sauerstoff (O), Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) (für
Kohlehydrate und Fette) und Stickstoff (N) (zusätzlich für Eiweiß). Die
chemischen Bausteine für Fette – das wissen Sie schon – sind Sauerstoff (O),
Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H). In der richtigen Reihenfolge kombiniert, ergeben sie
Moleküle. Ach die Moleküle...
Ein Molekül ist vereinfacht ein kleiner Bestandteil
einer chemischen Verbindung, die wiederum aus noch kleineren Teilchen, den
Atomen besteht. Dargestellt
wird dies u.a. mit chemischen Formeln, von denen Ihnen sicherlich Wasser = H2O
bekannt ist. Die Formel sagt nichts weiter aus, als dass Wasser aus 2 Teilen
Wasserstoff und einem Teil Sauerstoff besteht. Etwas
komplizierter sind die Moleküle für
Fettsäuren aufgebaut: C17H33COOH heißt Ölsäure, C17H31COOH
Linolsäure usw., aber das Bauprinzip ist einfach: An eine mehr oder weniger lange Reihe von Kohlenstoffteilchen (C) lagern sich zu beiden Seiten Wasserstoffteilchen (H) an. Hat
jedes Kohlenstoffteilchen zwei Wasserstoffteilchen an sich gebunden, ist es
sozusagen „satt“ und eine derart aufgebaute Fettsäure heißt dann eben
„gesättigt“. Fehlt an einer Stelle das Wasserstoffteilchen, ist die Fettsäure ungesättigt. Je nachdem, an wie viel Stellen Wasserstoffteilchen fehlen, nennt man die Fettsäure dann einfach- oder zweifach- oder mehrfach-ungesättigt. Ja, das war´s auch schon mit den Fettsäuren. Gar nicht so schwierig – oder? © Essig & Öl Kontor 3/2005 |